Fossile Energien abschalten

Biologische Auslöschung

Massenausrottung

Industrielle Menschen entvölkern den Planeten von wilden Tieren und treiben ganze Spezies in die Ausrottung mit einer Geschwindigkeit, die die Erde seit Jahrmillionen nicht gekannt hat. Es ist unmöglich, den Ausmaß des Verlusts, den wir verursachen, zu quantifizieren, weil es drei große Unbekannte gibt:

  • Anzahl der Spezies auf dem Planeten: Wir haben ungefähr 1,5 Millionen Spezies katalogisiert, aber wir wissen, dass das nicht alle sind, die es gibt. Die Schätzungen dazu, mit wie vielen Spezies wir den Planeten insgesamt teilen, reichen von zwei Millionen über zehn Millionen und zweihundert Millionen bis hin zu einer Billion.
  • Hintergrundaussterberate: Verlust an Spezies anhand von Fossilien und molekularen Daten zu rekonstruieren ist unpräzise und die Schätzungen reichen von 0,1 zu 2 ausgestorbenen Spezies pro Million pro Jahr (E/MSY).
  • Momentane Aussterberate: Wir können nicht alle Spezies beobachten, die wir identifiziert haben, und Forschung findet sogar bei den Wesen, die wir beobachten, nur in begrenztem Maße statt. Es ist schwierig, zu wissen, ob eine seltene Spezies ausgestorben ist oder nur eine Weile nicht gesichtet wurde. Die Studien oben unterscheiden sich im Hinblick darauf, wie viel schneller als nur durch die Hintergrundaussterberate Spezies aussterben – 50-mal oder 1000-mal schneller. Die häufigste Schätzung ist ein stetiges 100 E/MSY, aber die Quelle dieser Zahl ist unklar.

Absolute Zahlen, was den Speziesverlust angeht, basieren auf Schätzungen über die momentane Aussterberate multipliziert mit Schätzungen über die Anzahl Spezies auf der Erde. Wenn man die 100 E/MSY auf den Bereich 2 bis 200 Millionen Spezies anwendet, kommt man auf 200 bis 20 000 verlorene Spezies pro Jahr oder 0,5 bis 55 Spezies pro Tag.

Sinkende Anzahl von Wildtieren

Aussterbestatistiken unterschätzen den Verlust an Biodiversität, da mehr als 95 % aller Spezies aussterben könnten, ohne erfasst zu werden. Überall, wo man hinsieht, sind ökologischen Gemeinschaften hinweggerafft worden, wie tausende von Studien und Millionen Augenzeugenberichte bezeugen. Zwei schockierende globale Übersichten:

Der 2018 Living Planet Index misst einen durchschnittlich 60-prozentigen Abfall in Wirbeltierpopulationen – Säugetiere, Vögel, Reptilien, Amphibien und Fische – zwischen 1970 und 2014. Bedenke, dass die Basiszahl für 1970 schon tragisch verarmt ist im Vergleich zu vor ein paar Jahrhunderten. - Ein Paper von 2017, das biologische Auslöschung bei Wirbeltieren untersucht, hat herausgefunden, dass die Populationen eines Drittels aller Wirbeltierarten signifikant sinken. Das Fazit: „Populationen sterben heute exponentiell häufiger, als Spezies aussterben. Aber ein Dahinsterben von Populationen ist ein Prolog für das Aussterben von Spezies, daher ist das sechste Massenaussterben weiter fortgeschritten, als die meisten annehmen.“


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