Fossile Energien abschalten

Die Explosion von Enbridges Westcoast-Energy-Pipeline: eine Kettenreaktion von Ausfällen

Die Explosion der Enbridge-Westcoast-Energy-Pipeline

Der Transport von Erdgas und Erdöl ist stark von Pipelines abhängig. In einigen Gegenden sind einige wenige Pipelines der Engpass für die Verteilung in einer ganzen Region.

Am 9. Oktober 2018 brach eine von zwei Erdgaspipelines im selben Gebiet auf und explodierte. Beide Pipelines wurden stillgelegt, was bedeutete, das eins von nur drei größeren Pipelinesystemen stillgelegt wurde, die Gas aus Kanada in den Westen der USA leiten. Die Unterbrechung des Transports von 42 Milliarden Liter Gas pro Tag, von denen 1 Milliarde die USA in Sumas, WA erreichen, führte zur sofortigen Sparmethoden.

  • FortisBC bat Kund*innen aus British Columbia, ihre Thermostate herunterzustellen und ihre Verwendung von Erdgas zu reduzieren. 1
  • Canfor, eine Papiermühlenfirma auf den Prinz-George-Inseln, legte zwei Mühlen still.2
  • Die US-Firmen Puget Sound Energy, Avista und Cascade Natural Gas baten Kunden aus dem Staat Washington, Gas und Elektrizität zu sparen.1 2
  • Cascade Natural Gas schnitt seinen großen Industriekunden den Nachschub ab.
  • Ölraffinerien hängen oft von Erdgas ab, welches sie für ihre Energieversorgung und auch als Rohstoff nutzen. Die Shell-Puget-Sound- und Marathon-Petroleum-Raffinerien in Anacortes, WA, legten einige ihrer Einheiten still3, genau wie eine Phillips-66-Raffinerie in Ferndale, WA und mindestens eine andere in der Region. Die Treibstoffpreise stiegen.4

Die Explosion bietet ein Beispiel für eine Kettenreaktion an Ausfällen:

Schaden an einer Gaspipeline → eine zweite Pipeline wird stillgelegt → schwerer Gasmangel →

  • Nachschub für Industriekunden wird abgeschnitten → Papiermühlen und vielleicht auch andere industrielle Operationen halten an
  • 2 Millionen Kund*innen werden gebeten, Energie zu sparen
  • mindestens vier Ölraffinerien werden teilweise stillgelegt → Die Gaspreise an der Westküste steigen an, was vielleicht die Nutzung reduziert

Obwohl die meisten Aktivist*innen keine Pipelines sprengen werden, sollten sie dennoch systemisches Denken in Strategie und Praxis anwenden und so ihre begrenzten Ressourcen so effizient wie möglich einsetzen und eine Kettenreaktion von Ausfällen auslösen. Sie sollten ihre Ziele genau auswählen und ihre Möglichkeiten mithilfe von Werkzeugen wie der CARVER-Matrix untersuchen.


Für mehr über systemisches Denken lies auf unserer Startseite ab dem Punkt "Materialschlacht".

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