Fossile Energien abschalten

CO2-Ausstoß und atmosphärische Konzentration

Zeitstrahl

Klimawandel-Zeitstrahl

Auszug aus The Discovery of Global Warming vom American Institute of Physics

Siehe auch eine faszinierende Hintergrundreportage über die Klimageschichte der 1980er: Losing Earth: The Decade We Almost Stopped Climate Change

1977: Die Wissenschaft tendiert dazu, Klimaerwärmung, nicht -abkühlung, als Hauptklimarisiko des nächsten Jahrhunderts zu sehen.

1984: Die Villachkonferenz erklärt einen Konsens unter Expert*innen, dass eine gewisse Klimaerwärmung unausweichlich scheint, ruft Regierungen auf, internationale Abkommen in Betracht zu ziehen, die Emissionen eindämmen würden.

1988: Das Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) wird gegründet.

1992: Eine Konferenz in Rio de Janeiro bringt die Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen hervor, doch die USA blockieren ernsthafte Maßnahmen.

1997: Eine internationale Konferenz verabschiedet das Kyoto-Protokoll, das Ziele für die Industrieländer setzt, nach denen diese ihren Treibhausgasausstoß senken sollen, wenn genug Staaten ein Abkommen unterzeichnen (das von den USA im Voraus abgelehnt wird).

2001: Der dritte IPCC-Report besagt deutlich, dass eine Klimaerwärmung, die seit dem Ende der letzten Eiszeit einmalig ist, „sehr wahrscheinlich“ ist und vermutlich sehr schadhafte zukünftige Auswirkungen und möglicherweise große Überraschungen mit sich bringen wird. Quasi das Ende der Diskussion unter fast allen Wissenschaftler*innen.

2005: Der Kyoto-Protokoll wird wirksam, nachdem es von den großen Industrienationen – außer den USA – unterzeichnet wurde. Bemühungen, Emissionen zu senken, wachsen in Japan und Westeuropa, in Konzernen und unter lokalen Regierungen in den USA.

2009: Die Konferenz von Kopenhagen endet, ohne dass ein bindendes Abkommen verhandelt werden konnte: Ende der Hoffnung, einen gefährlichen Klimawandel zu verhindern.

2015: Abkommen von Paris: Fast alle Staaten verpflichten sich, Ziele für ihre Treibhausgas-Einsparungen zu setzen und über ihren Fortschritt zu berichten.

Datenquellen

Atmosphärische Konzentration von CO2-Äquivalent

Die National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) berechnet das CO2-Äquivalent aller Treibhausgase in der Atmosphäre, einschließlich Methan, Distickstoffoxid, Fluorchlorkohlenwasserstoff-12 und sechzehn anderen. Die Zahlen beziehen sich auf die Jahre nach 1979.

Im März 2018 ist der Wert für die atmosphärische Konzentration 2017 noch nicht abrufbar, daher handelt es sich auf dem Schaubild um eine Schätzung.

CO2-Ausstoß

Das Global Carbon Project bietet Daten über das globale CO2-Budget und dokumentiert globale Emissionen durch fossile Energien & Industrie sowie durch Änderungen in der Landnutzung (Entwaldung und Zerstörung von Weideland hauptsächlich durch die Verwendung von fossilen Energien).

Fossile Brennstoffe und industrielle Prozesse: Boden, T. A., Marland, G. und Andres, R. J.: Global, Regional, and National Fossil-Fuel CO2 Emissions, Oak Ridge National Laboratory, U.S. Department of Energy, Oak Ridge, Tenn., U.S.A., doi 10.3334/CDIAC/00001_V2017, 2017; verfügbar unter: http://cdiac.ess-dive.lbl.gov/trends/emis/overview_2014.html

(Schätzungen für die Jahre 2015–2017 sind vorläufig und basieren auf Energiestatistiken, die von BP veröffentlicht werden.)

Änderungen der Landnutzung: Durchschnitt von zwei Buchhaltungsmodellen: Houghton, R. A. und Nassikas, A. A.: Global and regional fluxes of carbon from land use and land cover change 1850-2015, Global Biogeochemical Cycles, 31, 456-472, 2017; Hansis, E., Davis, S. J., and Pongratz, J.: Relevance of methodological choices for accounting of land use change carbon fluxes, Global Biogeochemical Cycles, 29, 1230-1246, 2015.

(Schätzungen für die Jahre 2015–2017 sind vorläufig)


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